Mikroplastik aus der Tube

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Wer kennt ihn nicht, den Kampf mit der Zahnpastatube, um den Rest der Paste auch noch rausgequetscht zu bekommen... Doch wusstet ihr, dass nicht nur die Zahnpasta Verpackung meist aus Plastik besteht, sondern auch die Zahnpasta selbst? In diesem Blogbeitrag erfährst du alles über die Paste für strahlend weiße Zähne. 

 

 

Wusstest du schon, dass...

  • die Deutschen rund 410.000.000 (MILLIONEN!) Tuben Zahnpasta jährlich verbrauchen?
  • Aneinandergereiht würde das eine Strecke von der Erde bis zum Mond und wieder zurück ergeben und das zweimal. 
  • Geht man von einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 11 Gramm pro leere Plastiktube aus, dann entstehen allein in Deutschland etwa 4.510 Tonnen Plastikmüll pro Jahr durch Zahnpasta.

 

 

Mikroplastik als Inhaltsstoff

Dass Zahnpasta Verpackungen meist aus Plastik bestehen, ist klar. Doch auch ihr Inhalt kann bis zu 10% Mikroplastik enthalten.
Unter anderem durch Zahnpasta, nehmen wir wöchentlich bis zu fünf Gramm Mikroplastik zu uns.

 

Wie gefährlich Mikroplastik für den menschlichen Organismus ist, kann noch nicht eindeutig eingeschätzt werden. Allerdings stellt sich zwangsläufig die Frage, ob wir uns wirklich mit Plastik die Zähne putzen wollen? Und auch der Umweltaspekt sollte definitiv berücksichtigt werden, wenn wir den Großteil der Paste nach dem Putzen ins Waschbecken spucken... Wie Mikroplastik entsteht, in die Umwelt gelangt und was es dort alles anrichtet, kannst du hier nachlesen.

Wusstest du, dass es in vielen Regionen bis zu 60-mal mehr Plastikpartikel als Plankton gibt? Unglaublich, oder? 

 

 

Das Comeback von Plaste in der Paste

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland veröffentlicht jährlich einen Mikroplastik-Einkaufsratgeber. Ende 2014 konnte eine ganze Kategorie daraus gelöscht werden: Zahnpasta! Leider hat diese Pause nur drei Jahre angedauert. Seit 2017 gibt es wieder Zahnpflegeprodukte, die Mikroplastik enthalten. Den BUND bestärkt das darin, dass ein Verbot sämtlicher synthetischer Polymere in Kosmetikprodukten gefordert werden müsste. 

 

Ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik gibt es bisher nicht. Deshalb sind Verbraucher:Innen selbst gefragt sich zu informieren. Dank fehlender Transparenz ist das allerdings gar nicht so einfach. Nach wissenschaftlichen Definitionen gelten Kunststoffe wie Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer als Mikroplastik. Viele Hersteller erkennen dies jedoch nicht an. 

Mikroplastikkügelchen als Putzkörper verstecken sich hinter den Bezeichnungen

  • Polyethylen (PE)
  • Polypropylen (PP)

 

 

Plastikfreies Zähneputzen

Das Ziel eines plastikfreien Badezimmers, kannst du dank des steigenden Angebots an Alternativen immer näherkommen. Auch für Zahnpasta aus der Plastiktube gibt es bereits zahlreiche (mikro-)plastikfreie Alternativen. Diese gibt es in unterschiedlichsten Formen:

  • Zahnputztabletten,
  • Zahnputzpulver und
  • Zahncreme aus dem Tiegel.

 

Für gesunde Zähne sind nicht nur Inhaltsstoffe der Zahnpasta, sondern auch Putztechniken sehr wichtig. Wenn du zu Allergien oder schmerzempfindliche Zähne neigst, solltest du dich lieber von deinem Zahnarzt/deiner Zahnärztin beraten lassen.

 

 

Unser Tipp: 

Oft vergisst man, sich über die täglichen Routine-Gegenstände Gedanken zu machen. Dabei kann ein Blick auf die Rückseite der Zahnpasta nicht schaden.
Plastikfreie Alternativen gibt es  bereits in Unverpacktläden, Drogeriemarktketten oder bei Smooth Panda. Hier findest du neben nachhaltigen und plastikfreien Zahnbürsten, auch Zahnputztabletten und Zahnputzpulver. Wenn du dich nicht an die neuen Konsistenzen gewöhnen kannst und lieber bei Zahncreme bleiben möchtest, dann ist vielleicht Zahncreme aus dem Glastiegel eine super Lösung. Probier`s doch mal aus. :-)

 

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