Die Top 7 veganen Mythen und was dahinter steckt

Veröffentlicht von Katharina Weber am

Um die vegane Ernährung ranken sich zahlreiche Mythen. Einige davon hast du sicher auch schon mal gehört. Von „Der Mensch braucht Fleisch als Eiweißlieferant“, über „Veganer sind chronisch unterernährt“ bis hin zu „Veganer zerstören mit ihrem Sojakonsum den Regenwald“… Heute setzen wir uns mit sieben der größten Mythen auseinander und klären sie auf.

Mythos 1: Der Mensch braucht Fleisch als Eiweißlieferant

Das ist wohl der meist verbreitetste Mythos über die vegane Ernährung. Es heißt, der Mensch könne seinen Proteinbedarf nur über den Verzehr von Fleisch decken. Deshalb seien Veganer blasse, schmächtige und kränkliche Gestalten. Das ist natürlich Quatsch! Im Gegenteil: Der Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten kann sogar schädlich für uns sein. Er kann Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen und viele andere Krankheiten begünstigen und/oder auslösen. Das sagt auch die Weltgesundheitsorganisation. Unsere Portion Eiweiß können wir einfach aus gesunden, pflanzlichen Nahrungsmitteln ziehen. Eine genauere Auflistung haben wir dir schon in unserem Blogbeitrag über vegane Ernährung vorgestellt.

Mythos 2: Veganer sind unterernährt und kommen nicht an genügend Nährstoffe

Auch dieser Mythos ist ganz vorne mit dabei: Der chronische Nährstoffmangel bei Veganern. Dabei bietet die rein pflanzliche Ernährung uns alles, was wir brauchen. Nur ausgewogen muss es sein. Am besten kochst du viel selbst und kaufst frisches Gemüse ein. Brokkoli und Linsen enthalten zum Beispiel viel wertvolles Eisen. Grünkohl, Tofu, Mandeln und Feigen liefern uns wichtiges Kalzium. Einzig richtig ist, und das ist die Ausnahme, dass unser Körper Vitamin B12 nicht selbst herstellen kann. Auch hier hört man oft, dass wir dieses Vitamin nur durch Fleisch aufnehmen können. Das stimmt aber nicht: Wir können es einfach durch ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Mittlerweile gibt es ein riesiges Angebot auf dem Markt. Unsere Spirulina Presslinge sind zum Beispiel auch ein Vitamin B12 Lieferant und können täglich mit einem Getränk eingenommen werden.

Mythos 3: Veganer kochen nur komisches und exotisches Zeug

Auch das ist so nicht richtig. Die meisten Veganer legen großen Wert auf regionale und saisonale Produkte. Schließlich ist das auch ein großer Punkt, der unsere Umwelt betrifft und sie schont. Statt Chia Samen eignen sich Leinsamen als Alternative super. Oder auch Walnüsse statt Avocados, Schwarze Johannisbeeren und Sanddorn statt der exotischen Goji Beeren, Hirse und Hafer statt Quinoa. Diese Nahrungsmittel werden hier vor Ort für uns angebaut und nicht erst über einen langen Weg hierher verschifft werden. Wenn du dann auch noch in kleinen Läden bei dir um die Ecke einkaufst, leistest du zusätzlich einen Beitrag für die heimische Wirtschaft. Klingt dann doch gar nicht mehr so exotisch, oder?

Mythos 4: Fleischersatzprodukte sind ungesund

Natürlich solltest du so viel wie möglich frisch kochen. Wenn du aber doch mal Lust auf einen Burger hast, solltest du bei den Fleischersatzprodukten auf die Inhaltsstoffe und Regionalität sowie den biologischen Anbau und die Gentechnikfreiheit achten. Ersatzprodukte kommen mit ihren Inhaltsstoffen oft nicht an eine gesunde Ernährung heran. Daher sollten sie eher als eine Ausnahme gesehen werden und nicht auf dem täglichen Speiseplan stehen. Gegen eine leckere Sojawurst beim Grillen ist aber grundsätzlich natürlich nichts einzuwenden.

Mythos 5: Vegan ist auch immer Bio

Wieder nicht richtig. Nur, weil Veganer ausschließlich pflanzliche Lebensmittel kaufen, sind diese nicht automatisch Bio. Gemüse, vegane Aufstriche sowie Aufschnitte, Zartbitterschokolade und vieles mehr sind nur dann bio, wenn sie auch ein Bio-Siegel tragen. Halte deswegen immer nach dem entsprechenden Bio-Label Ausschau und kaufe deine Lebensmittel am besten in deinem liebsten Bio-Markt.

Mythos 6: Veganer zerstören mit ihrem Sojakonsum den Regenwald

Das ist nur halb richtig.  In Brasilien werden tatsächlich riesige Flächen Regenwald gerodet, um dort (meist genverändertes) Soja anzubauen. Aber: Der Großteil dafür endet im Futter für Masttiere. Sojabohnen für vegane Produkte (z.B. Tofu) werden meistens in Europa sowie oft in biologischer Landwirtschaft angebaut.

Mythos 7: Im Alltag vegan zu sein, ist schwer

Auch diesen Mythos können wir widerlegen. Früher war es bestimmt noch schwieriger, vegan zu leben. Wobei es natürlich auch da Obst, Gemüse und Getreide gab. Aber heutzutage findet man eigentlich überall vegane Ersatzprodukte. Und auch Restaurants stocken mit ihren veganen Gerichten weiter auf.

 

Wie du siehst sind die meisten Mythen, wie es nun mal meistens so ist, gar nicht oder nur halb richtig. Vegane Ernährung ist gesund, nachhaltiger und besser für unser Klima. Wenn du es auch einfach einmal vegan probieren möchtest, dann schau doch mal bei diesen Rezepten vorbei. Die sind garantiert so lecker, dass die vegan(ere) Ernährung gar nicht mehr schwer fällt.

 

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