Grillen wie die Umweltprofis

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Ein Sommer ohne Grillen, kann sich wohl kaum noch einer vorstellen.

Was mittlerweile zum Standardessen der Deutschen gehört, hat auch einige Schattenseiten. Denn was ein gemütlicher Grillabend mit der Umwelt macht und wie du mit nachhaltigen Alternativen auf deinen Grillspaß nicht verzichten musst, kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen.

 

 

Faktencheck

  • Pro Grillabend fallen ca. 2,5kg CO2 an, davon fallen 95% der Emissionen unter das Grillfleisch.
  • 97% der Deutschen grillen mehrmals im Jahr
  • 80% der Holzkohle wird fälschlicherweise als regional deklariert, obwohl es aus den Tropen kommt
  • Für eine Tonne Grillkohle braucht es zehn Tonnen Holz
  • Während über 60% sich vorstellen können auf Gemüse beim Grillen zu verzichten, können sich nur 15% der Deutschen vorstellen auf Fleisch zu verzichten.

 

 

Grillkohle

Um sich sicher zu sein, dass nur das Beste in und auf den Grill kommt, sollten die Augen bereits bei der Grillkohle aufgemacht werden.

Deutschland importiert schätzungsweise 98% der Holzkohle. Die meiste Kohle kommt aus Polen oder Paraguay. Besonders Holzkohle aus Entwicklungsländern ist ein Problem, da sie Nebenprodukt von Waldrodungen für Plantagen und Viehzucht sind und oft aus illegal geschlagenen Tropenwäldern stammen.

Der BUND empfiehlt auf ein Naturland-Siegel zu achten. Weitere Siegel, die dir regionale Holzkohle versichern, sind PEFC, das DIN EN 1860-2 Prüfzeichen, das weniger Giftstoffe zusichert, oder das FSC-Siegel.

Nicht ausreichende Angaben sind solche, die ohne Siegel versichern, Tropenholz natürlicher Herkunft oder ein Naturprodukt zu sein. Ohne Siegel als Beleg sind diese gesetzlich unklaren Aussagen nichts wert.

Aber Vorsicht: Finger weg von Altholz, Nadelbaumzweigen und Papier, denn diese Materialien setzten krebserregende Stoffe frei und gehören in keinen Grill.

 

 

Alternativem zur Holzkohle

  1. Bambuskohle

Bambus wächst sehr schnell und verholzt schon nach drei Jahren. Somit gehört Bambus zu einem rasch nachwachsenden Rohstoff und brennt CO2-neutral, schwefelfrei und hat sogar eine dreifache Brenndauer von Holzkohle.

  1. Kohle aus Kokosnussschalen

Diese Kohle ist ein reines Abfallprodukt mit einem dreimal höheren Brennwert als Holzkohle, einer geringeren Rauchentwicklung und nur 2% Restasche.

  1. Briketts aus Olivenkernen

Die Briketts bestehen aus Abfällen der Olivenöl-Pressung, also aus Kernen, Schalen und Fruchtfleisch.

 

 

Tipps

  • Verzichte auf Benzin und andere chemische Anzünder und verwende stattdessen natürliche Anzünder aus Holzresten mit Wachs.
  • Verzichte auf Einweggrills. Ja, die sind super günstig, aber man kann sie eben nur einmal benutzen, was sie zu einer ökologischen Sünde macht. Außerdem verkohlen sie den Rasen, auf dem sie stehen, weshalb sie beispielsweise in Hamburger Parks verboten sind. In vielen Parks gibt es öffentliche Grills, die du für einen schmalen Taler benutzen kannst.
  • Grillschalen aus Alu sind gesundheitsschädlich, setze deshalb auf Alternativen wie Kohlblätter oder Grillschalen aus Keramik o.ä..

 

 

Das, was auf den Grill kommt…

Du willst beim Grillen nicht auf Fleisch verzichten? Dann grill doch mit Bio-Fleisch und achte im Allgemeinen auf die Qualität und Herkunft des Fleisches. Verzichte auf fertig marinierte Billigware. Die Bioland-, Naturland- und Demeter-Zeichen garantieren artgerechte Tierhaltung, ließ dir dazu gerne den folgenden Blogbeitrag durch: Raus aus dem Siegeldschungel.

Bei Fisch kannst du auf Siegel wie MSC, ASC oder FOTS achten.

Oder versuch es fleischlos: Gegrilltes Gemüse schmeckt einfach super, ist regional, vegan, vielleicht auch selbst angebaut und einfach vorzubereiten. Und auch zahlreiche vegane und vegetarische Fleischalternativen erobern aktuell den Markt und bestehen beispielsweise aus Sojaschnetzel, Tempeh, Seitan, Getreide, Bohnen, Linsen oder Süßlupinen. 

 

 

Unser Tipp

Wusstest du, dass auch Grillanzünder ganz einfach selber gemacht werden können? Beispielsweise aus Fichtenzapfen. Dazu etwas Paketbandreste um die Zapfen schnüren (Zündschnur). Anschließend den Zapfen mit Zeitungspapier/Toilettenpapier umwickeln. Wachsreste schmelzen und über den Zapf gießen. Über Nacht stehen lassen und fertig.
Hier nochmal die genaue Anleitung: DIY-Grillanzünder

 

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