Backe, backe Kuchen – Unsere Tipps für plastikfreies Backen!

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Seid ihr auf der Suche nach plastikfreien Alternativen beim Backen? Wir zeigen euch neun Tipps, wie ihr auf Plastik beim Backen verzichten könnt.

Die wievielte Plastikschüssel habt ihr inzwischen? Backuntensilien aus Plastik sehen zwar ganz hübsch aus und sind leicht zu verstauen, müssen i.d.R aber auch öfter ausgetauscht werden, weil sie stark verfärbt, zerbrochen oder gerissen sind. Wie wäre es daher mit Alternativen aus Glas, Holz, Keramik, Gusseisen oder Edelstahl?

 

 1. Küchenschürze

Achtet bei eurer Schürze am besten darauf, dass sie aus 100% Bio-Baumwolle hergestellt wurde. Es gibt Schürzen, die zum Teil aus Polyester bestehen und dadurch feine Mikroplastikpartikel beim Waschen in das Abwasser abgeben. Alle Details könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen: Plastikfreitag-Beitrag 

 

 2. Backen wie bei Oma

Der Kuchen soll flutschen! Okay! Wie wäre es mit Öl, Mehl oder Paniermehl? Klappt super, versprochen. Und auf Backformen mit Antihaftbeschichtungen kann auch verzichtet werden. Die bestehen meist eh auf dem Kunststoff Teflon und können chemische und gesundheitsschädigende Schadstoffe enthalten.

 

 3. Backpapier

Einweg-Backpapier heißt nicht nur so, sondern sieht auch nach Papier aus. Allerdings sind die meisten Backpapierrollen mit einer hauchdünnen Silikonschicht überzogen und können nicht recycelt werden. Backpapier sollte daher im Restmüll entsorgt werden. Auch ist die maximale Gradzahl zu beachten, da sich bei einer zu hohen Temperatur giftige Stoffe lösen können. Last but not least: Backpapier kann max. sechsmal wiederverwendet werden. Das bedeutet: Müll, viel Müll.

Hier ein paar tolle Alternativen:

1. Was vor der Erfindung des Backpapiers funktioniert hat, hilft bis heute: Bleche und Backformen einfach mit etwas pflanzlicher Margarine oder einem geeigneten Pflanzenöl bestreichen. Kekse & Co. lassen sich noch einfacher lösen, wenn das Fett zusätzlich mit etwas Mehl, gemahlenen Nüssen oder Grieß bestreut wird.

2. Eine saubere und garantiert schadstofffreie Backpapier-Alternative sind Backbleche aus hitzebeständigem Glas. Durch ihre porenfreie, glatte Oberfläche haften Brat- und Backgut weniger an und brennen nicht ein.

3. Nicht nur Weihnachtsplätzchen, auch andere Keksteige oder kleine Gebäcke lassen sich mit Hilfe eines Spritzbeutels oder zweier Löffel auf Backoblaten platzieren. Sie sind geschmacksneutral, haften nicht am Blech und sind somit eine weitere Möglichkeit, auf Backpapier zu verzichten.

4. Pizzasteine aus Schamottstein bestehen aus natürlichem Tonmaterial und vertragen auch höhere Temperaturen, ohne Schaden zu nehmen. Sie eignen sich besonders gut zum Backen von Brot und Pizza, wobei der Teig direkt auf den heißen Stein geschoben wird. Zwar können die Steine nicht abgewaschen werden und bilden deshalb mit der Zeit eine Patina. Das beeinträchtigt die Nutzbarkeit aber ins keinster Weise.

 

 

 

4. Schüsseln

Für Plastikschüsseln gibt es ebenfalls plastikfreie Alternativen. Hierfür eignen sich Glas- oder Edelstahlschüsseln gut.

Tipp: Solltet ihr mal vegane Sahne schlagen, stellt die Edelstahlschüssel vorher in den Kühlschrank. Wenn Sahne und Schüssel richtig gut gekühlt sind, lässt sich vegane Sahne leichter aufschlagen.

 

 5. Frischhaltefolie

Gebackenes könnt ihr auch plastikfrei in Pflanzenwachstüchern, statt  Frischhaltefolie einwickeln. Die Tücher lassen sich mit einem feuchten Lappen abwischen und wieder verwenden. Die Tücher könnt ihr mit Baumwollresten und Pflanzenwachs selbst herstellen oder bei Be Food Wraps kaufen. Die Pflanzenwachstücher sind komplett vegan.

Zum Frischhalten eignen sich auch Glasbehälter oder Einmachgläser mit luftdichtem Verschluss. Manchmal reicht auch ein weiterer Teller, um die Lebensmittel abzudecken und frisch zu halten. 

 

 

6. Behältnisse

Um trockene Zutaten wie Mehl, Zucker oder auch Nüsse und Haferflocken vor Feuchtigkeit oder Lebensmittelmotten zu schützen, könnt ihr auch hier auf Vorratsgläser mit luftdichtem Verschluss zurückgreifen. Etiketten helfen euch die Inhalte zu unterscheiden.

 

 7. Zitronen- und Orangenaroma

Niemand benötigt in Plastik abgepacktes Zitronen- oder Orangenaroma aus dem Backregal. Stattdessen lieber den Abrieb von frischen, unbehandelten Bio-Zitrusfrüchte verwenden. Damit steht euch nicht nur der Saft zur Verfügung, sondern ihr spart auch Plastik & Geld. 

 

 8. DIY: Vanillezucker 

Auch die kleinen Tütchen Vanillezucker aus dem Supermarkt sind leider mit Plastik umhüllt. Vanillezucker lässt sich daheim ganz einfach selbst herstellen. Es wird lediglich ein verschließbares Behältnis, Zucker und eine Vanilleschote benötigt. Dabei kann die Schote auch schon geöffnet und ausgekratzt sein. Die Vanilleschote in ein verschließbares Gefäß mit Zucker legen und ein paar Tage stehen lassen. Tada, fertig! Im Handumdrehen habt ihr selbstgemachten Vanillezucker ohne Plastikmüll.

 

 9. DIY: Backpulver

Wie Vanillezucker werden auch die vor portionierten Backpulvertütchen von Plastikfolie umhüllt. Um Backpulver daheim selbst herzustellen, werden Natron, Ascorbinsäure (reines Vitamin C) und Speisestärke zu gleichen Teilen gemischt. Die Mischung kann dann in einem Schraubglas aufbewahrt werden.
Für 500 Gramm Mehl sollten 20g des Backpulvers ausreichend sein.

 

Unser Fazit:

Wie ihr seht, lässt sich beim Backen eine ganze Menge Plastik vermeiden. Manchmal sind es die Materialien, die sich austauschen lassen oder Backzutaten, die man selbst herstellen kann.
Pro-Tipp: Solltet ihr bei Utensilien oder Behältern auf Plastikalternativen umstellen, schaut doch mal, ob es die Sachen nicht bereits second hand gibt.


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