Wasser sparen statt verschwenden

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Wasser- Die Grundlage allen Lebens. In manchen Regionen rar, in anderen im Überfluss. Unsere Erde ist ungefähr zu Dreiviertel mit Wasser bedeckt. Davon sind allerdings 97,5 Prozent Salzwasser und nicht für uns Menschen als Trinkwasser geeignet. Von den restlichen 2,5 Prozent sind lediglich 0,3 Prozent für uns zugänglich.

 

 

Wie hoch ist der private Wasserverbrauch?

Erhebungen aus dem Jahr 2018 zeigten, dass Deutsche pro Kopf 127 Liter pro Tag verbrauchen. Das ergibt einen Jahresverbrauch von 46.355 Liter pro Person. Vor einem halben Jahrhundert sind Expert:Innen davon ausgegangen, dass wir sehr bald die 200 Liter Tagesverbrauch pro Kopf übersteigen würden, da der Wasserverbrauch stetig gestiegen ist. Doch seit 1990 ist der Verbrauch um 20 Liter gesunken.

 

 

Wieso ist der Verbrauch gesunken?

  • Weiterentwicklung von Technologien, die dazu führen, dass Elektro-Geräte energieeffizienter und wassersparender werden
  • Das Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist gewachsen
  • Zum anderen wächst das Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser: Wasser sparen heißt schließlich auch Umwelt und Klima schützen.

 

Im Vergleich zum Jahr 2017 ist der Verbrauch allerdings wieder um 4 Liter pro Kopf gestiegen. Da lag der Verbrauch sogar bei nur 123 Litern am Tag. Eine mögliche Erklärung wären die extrem heißen Sommer als Folge des Klimawandels. Eindeutige wissenschaftliche Belege gibt es für diese Erklärung jedoch noch nicht.

 

 

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Wasserverbrauch pro Kopf in Deutschland: durchschnittlich 127 Liter pro Tag
  • Körperpflege meist größter Posten für Wasser im Haushalt, gefolgt von der Toilettenspülung
  • Warmwasser im Schnitt bis zu 4,5-mal teurer als Kaltwasser

 

Der größte Anteil

Gelegentliches Baden oder tägliches Duschen stellt 40 Prozent des gesamten im Haushalt verbrauchten Wassers dar. Da bei der Körperpflege vorwiegend warmes bzw. heißes Wasser genutzt wird, wird ein großer Energieaufwand betrieben, um das Wasser zu erwärmen. Den Wasserverbrauch beim Duschen zu minimieren, kann also ganz leicht erreicht werden, indem wir anfangen unsere Duschzeit zu reduzieren. In Deutschland werden pro Dusche ca. 40-60 Liter Wasser verbraucht, obwohl 20 Liter schon ausreichend sind.

  • Mit einem herkömmlichen Duschkopf werden ca. 12 Liter pro Minute verbraucht

Kennst du "Hydrao"? Mit ihren sparsamen Duschköpfen verbrauchst du pro Minute nur 6,6 Liter. Außerdem haben die Duschköpfe eine Miniturbine enthalten und sind so energieautark. Die Turbine wird durch den durchlaufenden Wasserstrahl angetrieben und ermöglicht dem Duschkopf zu leuchten. Je nachdem wie viel Wasser du bereits verbraucht hast, leuchtet der Duschkopf in einer anderen Farbe. So wird Verbraucher:Innen viel bewusster, wie viel Wasser wir pro Dusche verbrauchen. Das Ganze lässt sich auch per App tracken und individualisieren.

 

 

Wer verbraucht wie viel?

Wir alle verbrauchen täglich Wasser: Zum Duschen, Zähneputzen, Wäschewaschen, oder für die Toilettenspülung. Doch der größte Teil des zur Verfügung stehenden Süßwassers verbraucht die Landwirtschaft. Private Haushalten und Kommunen machen lediglich zwölf Prozent aus. Die Landwirtschaft hingegen ganze 69 Prozent. Die übrigen 19 Prozent werden der Industrie zugeschrieben.

 

Industrieländer haben den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser. Die 10 Länder, die der Erde am meisten Wasser entnehmen sind:

  • Indien
  • China
  • USA
  • Pakistan
  • Indonesien
  • Iran
  • Vietnam
  • Philippinen
  • Japan
  • Mexiko

 

 

Hast du dich auch schon mal gefragt, wie es sein kann, dass Wasserreserven weniger werden, wenn Wasser doch Teil eines Kreislaufs ist?

Wie funktioniert der Wasserkreislauf?

Sobald Wasser von den Ozeanen und den Festlandflächen verdunstet und als Wasserdampf aufsteigt, gelangt dieser Dampf in die Atmosphäre, kondensiert dort und fällt als Niederschlag auf die Erde zurück. Wasser ist also ein unendlicher Rohstoff und kann im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen, wie Kohle und Erdöl, nicht aufgebraucht werden. Die Gesamt-Wasser-Menge auf der Welt bleibt gleich.

Allerdings kann sich die Menge des nutzbaren Wassers ändern. Weltweit betrachtet, ist diese nämlich bereits am Maximum. In vielen Regionen unserer Erde werden die Wasservorräte stärker genutzt, als dauerhaft verträglich ist. Die Folge ist, dass weltweit bereits ein Drittel der größten Grundwassersysteme bedroht sind.

Seit 1930 hat sich der menschliche Wasserbedarf versechsfacht. Der steigende Wasserbedarf lässt sich durch die wachsende Weltbevölkerung erklären. Je mehr Menschen, desto mehr Wasser wird benötigt.

 

 

Was du tun kannst

Eine Möglichkeit, um deinen Wasserverbrauch Zuhause beim Duschen zu reduzieren haben wir dir bereits vorgestellt. Da fast 70 Prozent des Wassers aber für die Landwirtschaft genutzt werden, können Verbraucher:Innen auch mit bewussterem Einkaufen den Wasserverbrauch reduzieren. Wer regionales Obst und Gemüse kauft, spart nicht nur lange Transportwege und damit Emissionen, gleichzeitig wird auch verhindert, dass es in Regionen angebaut wird, wo Wasser sowieso schon knapp ist. Auch Bio-Lebensmittel sind generell gut für das Grundwasser, da hier auf künstliche Pestizide und mineralischen Stickstoffdünger verzichtet wird.

Auch eine vegetarische und vegane Ernährung hilft dabei den Verbrauch des sogenannten digitalem Wassers zu minimieren. Als digitales Wasser wird das Wasser bezeichnet, das bei der Herstellung von Produkten verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird. Im Verbrauch von digitalem Wasser sind die Deutschen weit vorne und verbrauchen pro Tag ca. 4.000 Liter. Von diesen 4.000 Litern werden über zwei Drittel importiert. Für unseren Konsum wird im Ausland also Wasser verbraucht, das dann den Menschen vor Ort fehlt.

 

 

Und wieso solltest du dann weniger Fleisch essen?

Das liegt an dem hohen Verbrauch an digitalem Wasser für die Viehhaltung. Wenn man davon ausgeht, dass ein Rind ca. drei Jahre lang lebt, bis es geschlachtet wird, trinkt es in dieser Zeit tausende Liter Wasser. Dazu kommt der Wasserverbrauch für die Reinigung des Stalls. Das meiste Wasser wird allerdings für die Bewässerung von Futtermitteln genutzt. Für nur ein Kilogramm Rindfleisch werden ungefähr 15.400 Liter Wasser benötigt.

Dieses digitale Wasser bleibt für uns Verbraucher:Innen in der Regel „unsichtbar“ und gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns dazu Gedanken machen und uns mit der Problematik auseinandersetzen und unser Konsumverhalten ändern.

 

 

Unser Tipp:

Du kannst nicht nur bei deinem Duschkopf richtig Wasser sparen, sondern auch bei deinem Wasserhahn. Auch hier gibt es spezielle Aufsätze für einen sparsameren Wasserverbrauch. Außerdem lohnt sich auch ein Blick auf deinen visuellen Wasserverbrauch. Das kannst du z.B. sparen, in dem du bei deinem Kauf auf regionale und saisonale Lebensmittel achtest.

 

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