Plastik- oder Papiertüten: Was ist besser?

Veröffentlicht von Katharina Weber am

Plastiktüten

Plastiktüten sind schlecht für die Umwelt – das ist kein Geheimnis mehr. Sie bestehen aus Kunststoff, also einem Stoff, welcher nicht in der Natur vorkommt und sich nicht vollständig zersetzt. Plastik zerfällt über die Jahre hinweg in Mikroplastik. Teilweise dauert das bis zu 500 Jahre. Plastiktüten sind ein Einwegprodukt – sie werden oft nur einmal benutzt und landen dann im Müll. Durchschnittlich werden sie 25 Minuten verwendet, bevor wie weggeworfen werden. Hinzu kommt, dass ein Rohstoff von Plastik Erdöl ist – eine begrenzte Ressource. Allein die Deutschen verbrauchen jährlich etwa 24 Plastiktüten pro Kopf. Jedes Jahr werden in Deutschland also etwa 2 Milliarden Plastiktüten verbraucht – ca. 3700 Tüten pro Minute! Hierbei handelt es sich nur um die Plastiktüten. Hemdchenbeutel, die kleinen  Tüten, die du zum Beispiel in der Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt findest, sind nicht inbegriffen. Hier werden jährlich pro Person in Deutschland etwa 39 Tütchen verbraucht. In den letzten Jahren hat sich unser Verbrauch verändert: Während der Verbrauch von Plastiktüten gesunken ist (2016: 45 Tüten jährlich pro Person), ist der von Hemdchenbeuteln gestiegen (2016: 36 Hemdchenbeutel jährlich pro Person). Das ist vielleicht auch der Tatsache zu verschulden, dass für Plastiktüten Geld verlangt wird, sofern sie überhaupt noch angeboten werden. Zum Glück!

Papiertüten

Okay, Plastiktüten sind schlecht. Sollte man also zu Papiertüten greifen? Besser nicht. Dass Papiertüten automatisch umweltfreundlich sind, ist ein Irrglaube. Die Herstellung von Papier erfordert viel Holz und Wasser, es ist sehr energieintensiv. Papiertüten müssen bis zu vier Mal verwendet werden, um eine bessere Ökobilanz als Plastiktüten zu haben. Dadurch, dass sie allerdings schnell reißen und selten wasserabweisend sind (dafür müssten sie beschichtet sein), landen sie sehr schnell im Müll. Übrigens: Nur weil Papiertüten oft eine bräunliche Farbe haben, heißt das nicht, dass sie aus Recyclingmaterial bestehen. Das ist leider ein Versuch, die Konsumenten zu täuschen. Meistens sind die Papiertüten aus Frischfasern.

Baumwollbeutel

Je öfter und länger man ein Produkt verwenden kann, desto besser ist es für die Umwelt, da keine neuen Ressourcen benötigt werden. Stoffbeutel sind leider sehr energieintensiv. Sie müssen bis zu 131 Mal verwendet werden, um hinsichtlich der Ökobilanz besser als Plastiktüten abzuschneiden. Im Gegensatz zu diesen sind sie aber biologisch abbaubar. Außerdem halten Stoffbeutel deutlich länger als Plastik- und Papiertüten. Wer sie hegt und pflegt, hat vielleicht sogar ein Leben lang Freude daran. Auf jeden Fall halten sie viele Jahre – und sehen dabei oft ziemlich stylisch aus. Grundsätzlich sollten Stoffbeutel nur dann angeschafft werden, wenn man sie auch wirklich verwendet. Wenn sich Zuhause die Beutel sammeln, ist das nicht umweltfreundlich. Werden sie aber oft verwendet, sind sie auf jeden Fall besser als Plastik- und Papiertüten. Kennst du schon unsere Statement Baumwolltasche?  Mit dem Motto „Make Love Not Waste“ punktest du immer. 💚



 

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