Nachhaltig naschen - Plastikfreie Süßigkeiten

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Obst und Gemüse können mittlerweile wunderbar unverpackt gekauft werden, aber was ist eigentlich mit Süßigkeiten? Da wird es schon schwieriger... Egal ob Kekse zum Kaffee, Gummibärchen für unterwegs oder Schokolade vorm Fernsehen – wir zeigen euch, wie ihr auch ohne Plastik genüsslich naschen könnt. :-)

 

Zahlen, Daten, Fakten

Pro Kopf kommen in Deutschland jährlich mehr als 38 Kilogramm Kunststoffabfälle zusammen. Über 30 Prozent des hergestellten Kunststoffs wird für Verpackungen genutzt.
Schätzungen zufolge sind mehr als 90% aller Süßigkeiten in Plastik verpackt. Bonbons, Kekse und Gummibärchen teilweise sogar doppelt und dreifach. 

Immerhin gibt es bereits die Möglichkeit Süßkram unverpackt zu kaufen. Unverpackt Läden und Confiserien sind in der Hinsicht super! Schokolade, ummantelte Nüsse, Gummibärchen, Bonbons & Co. können easy im eigenen Gefäß gekauft werden.

Auch in Bäckereien und Konditoreien wird auf Plastikverpackungen verzichtet und stattdessen auf Papier/Pappe ausgewichen. Wusstet ihr, dass auch bei Ikea Süßigkeiten abgefüllt werden können? Das weckt nebenbei schöne Erinnerungen an bunte Tüten aus der Kindheit. :-)

Der durchschnittliche Schokoladenkonsum der Deutschen lag im Jahr 2018 bei 8,7 kg pro Person. Ganz schön viel, oder? Wenn wir das auf 100g Tafeln umrechnen, waren das 87 Schokoladentafeln pro Person und Jahr und entsprechend 87 Verpackungen die in den Müll wanderten.
Sollten zukünftig Süßigkeiten im Unverpackt Laden gekauft werden, würden aus diesen 87 Plastikverpackungen vielleicht nur noch eine Handvoll Großpackungen entstehen. 


Welche Alternativen gibt´s?

Um Verpackungen generell einzusparen, können Süßigkeiten zum Beispiel in Großverpackungen gekauft werden. Gummibärchen gibt es beispielsweise in großen Dosen, die zwar oft aus Kunststoff bestehen, allerdings mehr Inhalt fassen und wiederverwendet werden können. Ein weiterer Tipp sind Süßigkeiten-Outlets. Dort gibt es große Kisten voller Süßigkeiten, was eine Menge Verpackungsmüll spart. Bruchschokolade und B-Ware bekommen hier eine neue Chance und müssen nicht weggeschmissen werden. Ihr könnt bei Großpackungen also nicht nur Müll, sondern auch Geld sparen. Außerdem ist das doch ein wahrer Traum für jede Nachkatze, oder? 


Es gibt natürlich noch eine super Möglichkeit an unverpackte Süßigkeiten zu kommen: Selber machen! 

Außerdem wisst ihr dann genau, was dort auch alles drin ist.

Muffin und Kuchen sind der Klassiker, aber auch Schokofrüchte sind einfach zu machen. Erdbeeren, Bananen & Co. in Schokolade tunken, trockenen lassen und schmecken lassen! 


Hier aber noch weitere verlockende Rezepte:  

1. DIY Schokocrossies

Ihr braucht:

200 g Schokolade nach Wahl

120 g Cornflakes 

Oder: 60 g Cornflakes / 60 g Mandelsplitter

 

So geht`s:

Schokolade im Wasserbad schmelzen und vorsichtig mit den Cornflakes (und Mandelsplittern) vermischen.

Auf einem Backblech kleine Häufchen der Mischung bilden, abkühlen lassen und genießen! Easy oder?  

 

Während Schokolade, Kekse oder Nüsse bereits häufiger in  Papierverpackungen oder Dosen zu finden sind, werden Gummibärchen meistens nur in Plastik verpackt verkauft.

Hier deshalb ein leckeres Rezept, wie ihr vegane Gummibärchen selber machen könnt. 

 

2. DIY vegane Gummibärchen:

Ihr braucht:

1 Päckchen AgarAgar (20-30 g)

400 ml Fruchtsaft nach Wahl (z.B. Kirsche)

Süßungsmittel nach Wahl (z.B. Agavendicksaft, Ahornsirup, Erythrit)

Kleine Eiswürfelförmchen

 

So geht´s:

Die Masse aus Fruchtsaft und AgarAgar aufkochen lassen. Die Süße je nach Geschmack mit einem Süßungsmittel abschmecken. Die Masse anschließend in die Förmchen füllen und für eine halbe Stunde ins Gefrierfach stellen. Danach sind die Gummibärchen fertig und halten mehrere Wochen, wenn sie nicht vorher genascht werden.

 

 3. DIY vegane Kekse:

Ihr braucht:

250 g Mehl

½ Päckchen Backpulver

80 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

150 g Pflanzenmargarine

2 EL Apfelmus

150 g Schokotropfen Zartbitter

 

So geht´s:

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Mehl und Backpulver miteinander vermengen. Zucker, Vanillezucker, Margarine und Apfelmus hinzufügen und zu einem Teig verarbeiten. Anschließend die Schokotropfen untermengen. Kleine Kugeln aus dem Teig formen und auf einem Backblech mit Backpapier verteilen. Genügend Platz zwischen den Kugeln lassen und für etwa 12 Minuten im Ofen backen. Anschließend 10 Minuten abkühlen lassen und schmecken lassen! 

 

Wir halten fest: selbstgemachte Süßigkeiten sind plastikfrei, sparen Geld und schmecken super! Süßigkeiten in größeren Verpackungen reduzieren nicht nur unseren Verpackungsmüll, sondern sind auch wesentlich günstiger. Auch Bäckereien, Confiserien und Unverpackt Läden bieten bereits tolle Möglichkeiten an, um umweltbewusst und nachhaltig an süße Leckereien zu kommen. 

In diesem Sinne: Fröhliches naschen! :-)

 

Wenn Du direkt über die neuesten Blogbeiträge informiert werden möchtest, dann folg uns gerne auf Instagram! :-)

 

 

Das könnte dich auch interessieren: 

Verpackungen und ihre Unterschiede

Verpackungen die erst gar nicht entstehen, sind die besten Verpackungen. Manchmal lässt sich das nur einfach nicht vermeiden.
Aber sind Plastik, Glas, Papier, Konservendosen und Tetra-Paks vielleicht doch nachhaltig? Wofür entscheiden wir uns am ehesten? Wir möchten etwas Licht ins Dunkle bringen.

Alternative Bioplastik?

Habt ihr auch schon von den Begriffen Bioplastik oder Biokunststoff gehört? Alleine weil das Wort Bio sich dort wiederfindet, wird es oft als nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Plastik verstanden. Doch ist dem wirklich so?

Raus aus dem Siegel-Dschungel !

Hast du auch das Gefühl, bei dem bestehenden Siegel-, Zeichen- und Label-Wirrwarr den Überblick zu verlieren? Welches Siegel ist denn jetzt gut, welches nicht und wo sind die Unterschiede? Wir haben uns dem Siegel-Dschungel einmal angenommen und die bekanntesten und wichtigsten Lebensmittel-Gütesiegel für dich analysiert.

Ältere Posts Neuere Posts


0 Kommentare

Kommentar schreiben

Bitte beachte, dass Kommentare vor Veröffentlichung erst freigeschaltet werden müssen.