Deos: Wenn’s klamm unter den Armen wird

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Schweiß. Einige schwitzen schnell und viel, andere wiederum so gut wie nie. In der Gesellschaft sind Schweiß und vor allem Schweißflecke immer noch eine Art Tabuthema bzw. etwas, was den meisten sehr unangenehm ist.

 

Was ist Schweiß?

Schweiß ist ein wässriges Sekret, das aus den Schweißdrüsen abgesondert wird. Diesen Vorgang nennt man auch Transpiration oder Diaphorese. Schweißabsonderungen sind natürliche Reaktionen des Körpers, um die Körperwärme zu regulieren. Verdunstet der Schweiß auf der Haut, entsteht ein Kühlungseffekt. Schweiß erhöht außerdem die Hautfeuchtigkeit und trägt dazu bei, dass die Haut geschmeidig bleibt. Ohne diese Absonderungen würde unsere Haut austrocknen und Bakterien und Keime hätten ein leichteres Spiel in den Körper einzudringen. Schwitzen erleichtert die natürliche Entgiftung des Körpers. So werden beispielsweise Gifte wie Alkohol zum Teil aus dem Körper geleitet.

 

 

Warum man mal mehr und mal weniger schwitzt

Schweiß ist eine natürliche Funktion des Körpers. Bestimmte Faktoren fördern allerdings die Schweißproduktion:  

  • Körperliche Anstrengung
  • Emotionale Anspannung
  • Angst
  • Stresssituationen
  • Hormonelle Veränderungen

 

 

Die fehlende Fähigkeit Schweiß zu bilden, nennt man Anhidrose.

Warum riecht Schweiß?

Schweiß besteht zu 99% aus Wasser. Frischer Schweiß ist in der Regel geruchslos. Der Geruch entsteht erst durch Bakterien, die in unseren Achselhöhlen leben. Diese ernähren sich von den Proteinen im Schweiß und erzeugen dabei Stoffwechselprodukte, die den unangenehmen Geruch erzeugen.

 

 

Was du dagegen tun kannst

Üblicherweise gibt es zwei Vorgehensweisen. Entweder du nutzt ein Antitranspirant oder ein Deodorant. Antitranspirantien verhindern bzw. mindern die Schweißbildung, indem die Schweißdrüsen z.B. mit Aluminiumsalzen verstopft werden.

Wenn du die natürliche Funktion des Körpers und damit die effiziente Abkühlung nicht verhindern möchtest, kannst du zu Deodorantien greifen. Deodorantien verhindern nicht die Transpiration, aber können mit Hilfe von Parfüm und antibakteriellen Inhaltsstoffen helfen den Geruch zu überdecken.

 

Sind Aluminiumsalze in Deos krebserregend?

Lange waren Aluminiumsalze in aller Munde. Verbraucher:Innen wurden vor ihnen gewarnt, da der Verdacht bestand, dass Aluminiumsalze krebserregend sein könnten. Die Datenlage war eher unsicher und deshalb wurde zur Vorsicht aufgerufen, nach dem Motto: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“.
Im März 2020 wurden allerdings neue Studienergebnisse veröffentlicht. Dabei stellte sich heraus, dass die Mengen, die durch Deos oder Kosmetika aufgenommen werden, vernachlässigbar sind. In diesem Video der Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim geht sie noch etwas genauer auf die Situation ein.

 

Benutzt du täglich ein Deo? Falls ja, dann gehörst du zu den knapp 38% der Deutschen, die das ebenfalls tun. Der Markt für Deodorants ist riesig:

  • Im Jahr 2019 wurden 255 Millionen Deo-Spraydosen allein in Deutschland verkauft.

 

 

Leichtmetall aber schwere Auswirkung

War dir bewusst, dass für Deo-Spraydosen Regenwald gerodet wird?

Deo-Spraydosen werden aus Weißblech und Aluminium hergestellt. Die Dosen lassen sich zwar gut recyceln, aber die Gewinnung des Metalls ist sehr ressourcen- und energieaufwendig und hat eine große Auswirkung auf den Regenwald. Aluminium ist ein sehr häufig vorkommendes Metall in der Erdkruste. Allerdings kommt es nur in Verbindungen mit z.B. Bauxit vor. Dieses Aluminiumerz wir durch eine aufwendige Abtragung der oberen Erdschichten gewonnen.

Um eine Tonne Aluminium herzustellen, wird so viel Strom benötigt, wie ein 2-Personen-Haushalt in fünf Jahren nutzt.

Für den Bauxitabbau werden große Flächen des Regenwaldes abgeholzt. Im brasilianischen Porto Trombetas wird jährlich eine Fläche in der Größe von 250 Fußballfeldern gerodet.

 

 

Giftiger Abfall

  • Pro Tonne Aluminium fallen bis zu vier Tonnen giftiger rotgefärbter Schlamm an.

Der Rotschlamm wird in riesigen Auffangbecken gelagert, doch es kommt regelmäßig zu Lecks oder Dammbrüchen der Becken. Der Schlamm ist eisenhaltig und enthält auch giftige Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Durch Lecks kommt es zu Überflutungen von ganzen Dörfern und der ätzende Schlamm verwandelt lebendige Flüsse in Todeszonen. Menschen, die in der Umgebung der Minen oder Fabriken wohnen, berichten oft von Hautkrankheiten, verseuchtem Trinkwasser und Fischsterben.

 

 

Umstieg auf Deo-Sticks

 

Wir setzen auf umweltfreundliche und 100% plastikfreie Verpackungen. Auch unsere Deo-Sticks sind 100% plastikfrei und werden in einer Papphülse angeboten. Mit unseren Deo-Sticks in den Sorten ‚Zitrone‘ und ‚Coconut-Cream‘ verleihst du deinen Achseln immer die nötige Frische. Für unsere Deo-Sticks werden weder Treibhausgase benötigt noch Teile des Regenwaldes für Aluminium gefällt.

 

 

Verhaftet wegen Deo

Solltest du nun deine Deo-Spraydosen aus deiner Routine verbannen und auf nachhaltigere Deos umstellen, dann ist die richtige Entsorgung der Dosen wichtig. In Deosprays werden zwar keine FCKW-Treibhausgase (Verbindungen aus Chlor, Fluor, Kohlenstoff und Wasserstoff) mehr verwendet aber um die Gase aus den Spraydosen zu befördern, werden andere Treibgase eingesetzt. Meist eine Mischung aus Isobutan und Butan, deren Effekt auf unser Klima zwar kleiner, aber dennoch vorhanden ist. Diese Treibgase sind hochentzündlich. Hast du dein Deo-Spray restlos aufgebraucht und es befindet sich ein Grüner Punkt auf der Dose, kannst du sie in die gelbe Tonne werfen. Dosen ohne Grünen Punkt oder mit Restinhalt, sollten bei Schadstoffsammelstellen entsorgt werden, da es das Risiko von Verpuffungen oder sogar Explosionen gibt. Diese können zu Bränden in Deponien, Mülltonnen und -fahrzeugen führen und Menschen in Lebensgefahr bringen. Wer die Flaschen trotzdem im Gelben Sack oder Restmüll entsorgt, kann eine Anzeige kassieren. 

 

Wechsel jetzt zu unseren 100% natürlichen Deos. Als Teil des Essential-Deal ‚Starter-Sets‘ kannst du unseren Deo-Stick ‚Cocos-Cream‘ sowie weitere Essentials für ein plastikfreies Badezimmer ausprobieren, dabei 20 Prozent im Vergleich zum Einzelkauf sparen und unserer Umwelt etwas Gutes tun.

 

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