CO²-Ausstoß durch Retouren

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

Onlinehandel ist schon lange keine Neuheit mehr und für viele ein fester Bestandteil des Einkaufsverhaltens. Ob ein neues Handy, Kosmetik oder ein kurzfristiges Geburtstagsgeschenk: Mit nur wenigen Klicks ist die Bestellung aufgegeben und die Artikel in wenigen Tagen bei einem Zuhause. Seit Jahren boomt der Onlinehandel, besonders während der Corona-Pandemie hat sie nochmal richtig Fahrt aufgenommen. Drei von vier Menschen in Deutschland shoppen online.

 

 

Hättest du gedacht, dass...

  • Nur 2,86 Prozent aller Besuche von E-Commerce-Websites zu einem Kauf führen?

Das bedeutet, dass nur einer von 34 Website-Besucher:Innen auch tatsächlich etwas einkaufen.

 

Allein DHL hat im Jahr 2020 um die 200 Millionen Pakete mehr ausgeliefert, als in den Jahren zuvor. Demnach lieferte der Versandhändler 1,6 Milliarden Pakete in einem Jahr aus. Die Gründe des Anstiegs lassen sich in den Social-Distancing-Maßnahmen und zeitweisen Schließungen des Einzelhandels vermuten. Laut einer Umfrage von deutschen Konsument:Innen glauben 46 Prozent, dass sich ihr Kaufverhalten durch die Pandemie geändert hat. Ganze 23 Prozent wollen auch nach der Krise weiterhin häufiger online einkaufen als davor.

 

 

Bequemes Onlineshopping hat auch Schattenseiten 

Besonders das Zurückschicken von Artikeln verursacht große Mengen an Emissionen. Laut einer Schätzung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, wurden im Jahr 2018 ca. 280 Millionen Pakete in Deutschland retourniert. Das entspricht jeder sechsten Bestellung. Am häufigsten wird Bekleidung retourniert. Diese hohe Rate lässt sich in verschieden Faktoren vermuten. Zum einen liegt die gesetzliche Widerrufsfrist bei 14 Tagen, die üblich eingeräumte Frist allerdings bei 28 Tagen. Konsument:Innen haben also doppelt solange Zeit, sich für oder gegen einen Artikel zu entscheiden. 

 

Retouren erzeugen nicht nur große Kosten für den Einzelhandel, sondern auch viele Tonnen an CO². Die geschätzte Menge an CO², die durch Retouren entstehen, werden auf 238.000 Tonnen pro Jahr geschätzt. 

Die 238.000 Tonnen der Retouren belasten das Klima wie täglich 2.200 Autofahrten von Hamburg nach Moskau.

 

 

Was wir tun können

Als Verbraucher:In kannst du deine Retouren reduzieren, indem du die Artikelbeschreibungen aufmerksamer liest und schon beim Onlineshopping auf Rezensionen achtest, die dir Hinweise auf Qualität, Größe etc. geben. Da vor allem Kleidung retourniert wird, kann die Größentabelle helfen, deine optimale Kleidungsgröße zu finden. Das Zusenden von mehreren Größen ist somit nicht mehr notwendig. 

 

Unternehmen können beim Versand und der Retoure auf Lieferpartner setzen, die klimaneutralen Versand anbieten. Bei uns werden beispielsweise alle Pakete plastikfrei und klimaneutral versendet. Wir versenden ausschließlich mit DHL GoGreen. Die Sendungen sind 100 Prozent klimaneutral, da die durch den Versand entstandenen Emissionen durch weltweite Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Außerdem sammeln wir zusätzlich für jede Bestellung 1 kg Plastikmüll aus Küstenregionen in Indien. 

 

 

Unser Tipp:

Nicht nur bei Retouren, sondern auch bei missglückten 1. Zustellungen werden Unmengen CO² verbraucht. Plant daher doch die Zustellung an einem Tag ein, an dem ihr auch zuhause zu seid, nutzt eine Packstation oder einen gewünschten Ablageort oder bestellt gemeinsam mit Freund:innen und Familie.

 

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