Mai Challenge: 7 Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmitteln

Veröffentlicht von Katharina Weber am

Allein in Deutschland werden jährlich pro Kopf ca. 81kg Lebensmittel weggeschmissen.  Den Großteil macht Gemüse aus (26%), gefolgt von Obst (18%) und Backwaren (15%). So sind es etwa 220g pro  Person, die täglich im Müll landen. Das entspricht einem großen Apfel – jeden Tag. Damit landen neben den Lebensmitteln übrigens auch jährlich ca. 245€ (berechnet an den Äpfeln) im Müll.

Dadurch, dass weltweit fast ein Drittel der produzierten Lebensmittel im Müll landen, werden wichtige Ressourcen verschwendet. Jährlich entstehen mehr als 38 Millionen Tonnen Treibhausgase und etwa 216 Millionen Kubikmeter Wasser werden verbraucht. Hinzu kommen die Nutzung von Ackerflächen und der Energieverbrauch für den Transport.

Wir haben 7 Tipps zusammengefasst, die uns dabei unterstützen, weniger Lebensmittel zu verschwenden:

1. Planung ist das A und O

Bevor wir einkaufen gehen, sollten wir uns einen Überblick darüber verschaffen, welche Lebensmittel wir schon Zuhause haben. Im nächsten Schritt erstellen wir anhand dessen einen Essensplan und notieren auf einer Einkaufsliste, welche Lebensmittel uns dafür noch fehlen. Das hilft uns dabei, nur so viel zu kaufen, wie wir auch wirklich (ver)brauchen. Tipp: Sofern es möglich ist, nicht hungrig einkaufen gehen. Wir kennen es doch alle… Es landen mehr Dinge im Einkaufswagen, als nötig. Ideal wäre es natürlich, wenn wir nur saisonal und regional einkaufen. Das Essen hält sich länger und lange Transportwege werden umgangen. Außerdem haben saisonale Lebensmittel einen höheren Nährstoffgehalt.  Und auch nach dem Einkauf geht es mit der Planung weiter. Wenn vom Abendessen Reste übrig bleiben, dann können wir diese einfach mit zur Arbeit nehmen. Und auch sonst lassen sich aus Resten leckere neue Gerichte zaubern.  Wie wäre es eigentlich mit einer „Iss-Mich-Zuerst“-Kiste? So hast du immer im Blick, welche Lebensmittel als nächstes aufgebraucht werden müssen.

2. Teilen

Manche Verpackungen sind so groß, dass es oft schwer ist, sie alleine aufzubrauchen. Wir können uns aber einfach mit unseren Freunden oder Nachbarn absprechen und große Mengen aufteilen. Eine weitere sehr schöne Möglichkeit ist es, erlaubte kleine Mengen an die Tafel zu spenden oder sie selbst an Bedürftige zu verteilen. Gleiches gilt auch, wenn uns etwas nicht schmeckt. Einfach mal bei anderen Personen nachfragen, ob sie die Lebensmittel gebrauchen können, statt sie wegzuschmeißen.

3. Es ist kein Schönheitswettbewerb

Wir wünschen uns Mut zur Hässlichkeit! Ist es so wichtig, dass die gekauften Lebensmittel Schönheitsköniginnen des Ladens sind? Letztendlich schmecken sie doch alle gleich gut – und sind genauso gesund. Leider wird das meiste „hässliche“ Obst und Gemüse schon vor dem Eintreffen in den Supermarkt entsorgt, sodass teilweise gar nicht die Möglichkeit besteht, dieses zu kaufen. Aber auch Lebensmittel mit Schönheitsfehlern wie Kratzern und kleinen Macken werden oft links liegen gelassen. Dabei können wir unschöne Stellen einfach wegschneiden und das leckere Essen genießen. Auch schrumpelige Karotten im Kühlschrank sind etwas, was wir alle kennen. Sie sind noch nicht unbedingt schlecht, ihnen fehlt einfach nur Feuchtigkeit. Wenn wir sie über Nacht in ein volles Glas Wasser stellen, sind sie am nächsten Tag quasi wie neu.

4. (Fast) Alles verwerten

Gemüseschalen landen wahrscheinlich bei fast jedem von uns im Müll. Aber auch diese können verwertet werden. Wenn du Gemüseschalen mit Gewürzen deiner Wahl und Wasser einige Stunden bei niedriger Hitze köcheln lässt, hast du im Anschluss deine eigene Gemüsebrühe. Die Gemüsereste müssen nur noch herausgesiebt werden. Deine Gemüsebrühe kannst du auch in einzelnen Portionen einfrieren und immer dann abtauen, wenn du etwas brauchst. Total praktisch! Auch Obst, welches schon schrumpelig ist, können wir noch mit bestem Gewissen verwerten. In einem Smoothie fällt das nämlich gar nicht auf, außer, dass der leckere Drink vielleicht sogar etwas süßer ist als sonst. Aus alten Äpfeln können wir ein leckeres Apfelmus kochen. 

5. Haltbar machen

Manchmal schaffen wir es nicht, Dinge rechtzeitig aufzubrauchen. Aber wenn uns das früh genug auffällt, können wir dagegenwirken. Der einfachste Weg ist wohl Lebensmittel, wenn möglich, einzufrieren. Obst und Gemüse können ohne Probleme klein geschnippelt und in Portionen eingefroren werden. So haben wir dann auch immer etwas Frisches Zuhause. Eine weitere Möglichkeit ist es, Lebensmittel einzukochen. Dafür werden die Lebensmittel in ein sauberes Glas gefüllt, welches gut verschlossen und anschließend erhitzt wird. Dadurch entsteht ein Überdruck im Glas. Wenn es abkühlt, bildet sich ein Vakuum. Damit ist das Glas luftdicht verschlossen und der Inhalt geschützt. Auch Einlegen ist eine gute Möglichkeit, Lebensmittel haltbar zu machen.

6. Richtig lagern

Damit Lebensmittel lange halten, ist die richtige Lagerung unfassbar wichtig. Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch mögen es dunkel und kühler. Tomaten hingegen sind anfällig gegen Kälte. Auch einige andere Sorten fühlen sich im Kühlschrank nicht sehr wohl. Das gilt zum Beispiel für Bananen, Gurken oder Zitrusfrüchte. Aber auch was die Lagerung von Lebensmittel im Kühlschrank angeht, ist einiges zu beachten. Die unteren Fächer im Kühlschrank sind am kältesten, während die Fächer in der Tür am wärmsten sind.

7. Gemüse nachwachsen lassen

Wusstest du schon, dass du aus Gemüseabfällen ganz schnell neues Gemüse ziehen kannst? Wenn du zum Beispiel den Strunk von Frühlingszwiebeln großzügig abschneidest und in Wasser stellst, welches übrigens alle paar Tage gewechselt werden sollte, dann siehst du bereits nach wenigen Tagen das erste Grün. Du hast also wieder frische Frühlingszwiebeln. Das funktioniert übrigens auch so ähnlich bei Staudensellerie. Diesen muss man nur, sobald neue Blätter aus dem Strunk sprießen, in die Erde setzen.

 

Das ist unsere Mai-Challenge! Lust auf mehr? Dann findest du hier die Übersicht unserer Nachhaltigkeits-Challenges.  

 

 

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