Alltagsmasken - das solltest du wissen!

Veröffentlicht von Carola Areschin am

 

 

Durch die neuesten Entscheidungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ändern sich auch die Regelungen der Masken für den Nahverkehr und beim Einkaufen im Supermarkt. Welche Maske darf ich wie lange nutzen? Und welche gar nicht mehr? Wir haben die unterschiedlichen Masken-Typen und ihre Wirksamkeit für euch recherchiert. 

 

 

Stoffmasken

Reichen für den ÖPNV + Einkaufen: Nein

Die Stoffmasken wurden wohl bei jedem zum ständigen Begleiter während der Corona-Pandemie. Selbstgenäht, bunt, einfarbig, passend zum Outfit – man sah sie in den unterschiedlichsten Ausführungen. Einige Studien zeigten, dass sie einen gewissen Filtereffekt der Luft aufweisen und sie daher definitiv besser als gar keine Maske sind.

 

 

OP-Masken

Reichen für den ÖPNV + Einkaufen: Ja

Monatelang wurden die OP-Masken den Stoffmasken gleichgestellt. So dünn wie sie sind, kann schnell der Eindruck entstehen, dass sie kaum wirksamer als ihre bunten Stoff-Genossen sind. Doch falsch! Eine OP-Maske wird vollkommen anders hergestellt.
Was viele als eine Lage Stoff bezeichnen, sind in Wirklichkeit drei Lagen. Es gibt den Außen-Vließ (blau), darunter den Melt-Below-Vließ (Filter) und den Innen-Vließ (weiß). Studien beweisen, dass OP-Masken ungefähr drei Mal so gut Luft filtern wie Stoffmasken und somit für den Nahverkehr und zum Einkaufen genehmigt sind. Die OP-Masken sollten spätestens entsorgt werden, sobald sie durchfeuchtet sind.

 

 

FFP2 + FFP3

Reicht für den ÖPNV + Einkaufen: Ja

Die Bezeichnung FFP stammt aus dem Englischen und bedeutet „Filtering Face Piece – partikelfiltrierende Halbmasken“. Ursprünglich kennt man diese Masken vor allem aus dem Handwerk, um sich vor Staub oder anderen giftigen Stoffen zu schützen.

FFP2 Masken: filtern bis zu 94% oder mehr Schadstoffe und Aerosole
FFP3 Masken: filtern bis zu 99% der Schadstoffe und Aerosole

Achtung bei Masken mit Atemventil! Diese filtern nur die eingeatmete, aber nicht die ausgeatmete Luft. Somit schützen die Masken nur dich selbst, nicht auch andere.

 

Wie werden Masken, Einmalhandschuhe etc. richtig entsorgt?

Rund 1,1 Millionen Tonnen Abfall im Jahr entstehen zusätzlich durch Masken, Handschuhe und sonstige Schutzkleidungsstücke, die während der Corona-Pandemie notwendig sind. Viele dieser Produkte landen leider auch im Wald, Fluss oder am Straßenrand. Das führt nicht nur zu einem erhöhten Müllaufkommen sondern auch zu einem erhöhten Hygienerisiko.   

Bitte nicht in die gelbe Tonne oder ins Altpapier! Die Produkte sollten ausschließlich im Restmüll entsorgt werden, da dieser Müll verbrannt und nicht sortiert wird.

 

Kann ich die Masken wiederverwenden oder sind das Einmalprodukte?

Die Fachhochschule Münster hat die Wiederverwendbarkeit von FFP2- und FFP3-Masken untersucht und herausgefunden, dass es sowohl eine Möglichkeit im Backofen als auch an der Luft gibt:

 

Die Backofen-Methode:

1. Backofen auf exakt 80°C erhitzen (ggf. mit Thermometer checken)

2. Maske auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen

3. Maske bei geschlossener Tür für 60 Minuten im Ofen lassen

4. Anschließend die Maske gut auskühlen lassen und auf Schäden prüfen

5. Wichtig:
Unter 70°C: Maske kann infektiös bleiben
Über 105°C: Filterleistung kann beeinträchtigt werden und Materialschäden können entstehen

6. Methode kann fünf Mal durchgeführt werden, danach sollte die Maske entsorgt werden

 

Die Luft-Methode:

1. Trockenen Ort suchen und eine Leine spannen (Bspw. Wäscheleine). Küche, Bad und andere Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit eigenen sich hierfür nicht.

2. Masken mit ausreichend Abstand aufhängen und für mind. sieben Tage hängen lassen (es werden demnach sieben Masken empfohlen, um täglich wechseln zu können)

3. Methode kann fünf Mal durchgeführt werden, danach sollte die Maske entsorgt werden

 

Auf unserer Instagram Seite erfährst du jeden Freitag weitere spannende Themen bei unserem #plastikfreitag. Schau doch mal vorbei!

 

 

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