Umweltsünder Kosmetikindustrie - Welche Inhaltsstoffe die Umwelt zerstören

Veröffentlicht von "puremetics" Redaktion am

Mit unseren veganen, natürlichen und plastikfreien Beautyalternativen wollen wir unsere Erde und deine Haut retten.  Eines der obersten Gebote lautet dabei, dass wir auf kritische Chemikalien und bedenkliche Inhaltsstoffe verzichten und stattdessen auf natürliche Superboosts setzen. Warum Chemie Gift für deinen Körper ist, welche Inhaltsstoffe du unbedingt meiden solltest und wie du auf natürliche, gesunde Alternativen für deine Körperpflege stößt, liest du hier.

Doch Chemie in täglichen Pflegeprodukten schadet nicht nur deinem Körper, sondern auch die Umwelt ächzt unter der Belastung durch giftige Chemikalien aus Kosmetika. Auch Ausgangstoffe wie Palm- oder Erdöl bedeuten eine enorme Schädigung für die Umwelt.

Wir zeigen dir die Inhaltsstoffe, die ganz oben auf der roten Liste der Umweltschädiger stehen. Und denk immer daran: jeder Kosmetikkauf ist dein Stimmzettel für die Zukunft unserer Erde!

 

Billig, beliebt, schädlich – Palm- und Erdöl

 

Erdöl

Wie du vielleicht weißt, ist Erdöl Ausgangsstoff für viele synthetische Stoffe und Produkte. Auch die konventionelle Kosmetikindustrie scheint nicht ohne diesen billigen, vielseitigen Rohstoff auszukommen. Oft landet er in Inhaltsstoffen wie Emulgatoren und Paraffinen, die dann wiederum umweltschädlich sind. Aber bereits die Gewinnung von Erdöl stellt eine enorme Umweltbelastung dar. Für die Erschließung von Ölvorkommen und die anschließende Förderung werden Natur und Lebensräume zerstört und so sensible Ökosysteme aus dem Gleichgewicht gebracht. Tier- und Pflanzenwelten müssen den Maschinen weichen, um die begrenzte Ressource Erdöl bis zum letzten Tropfen zu gewinnen. Ganz besonders kritisch ist die Situation, wenn Erdöl am Grund von Meeren und Ozeanen gefördert wird. Immer wieder gibt es Berichte über Öl-Lecks in dessen Folge Meere verschmutzen und Tiere verenden.
Die gute Nachricht? Naturkosmetik arbeitet ohne Erdöl und seine chemischen Weiterentwicklungen!

 

Palmöl

Palmöl ist, genau wie Erdöl, billig und vielseitig in seiner Weiterverarbeitung. Daher ist auch Palmöl in der konventionellen Kosmetikindustrie ständig im Einsatz und ein sehr beliebter nachwachsender Rohstoff. Es wird später zum Beispiel zu Tensiden weiterverarbeitet; einige dieser Tenside sind stark gesundheitsgefährdend.

Um allerdings der aktuellen Nachfrage nach Palmöl nachzukommen, kommt es zu massiven Umwelteingriffen mit verheerenden Folgen.

Der globale Palmölanbau konzentriert sich vor allem auf zwei Länder in Südostasien: Malaysia und Indonesien. Um den steigenden Nachfrage Herr zu werden, werden immer neue Anbauflächen benötigt. Hierfür wird der heimische Regenwald abgeholzt und durch die gefährliche Monokultur ersetzt, indem ausschließlich Palmen gepflanzt werden. Dabei wird klimaschädliches Treibhausgas in großen Mengen freigesetzt. Hält die momentane Entwicklung weiter an, wird der Regenwald in diesen beiden Ländern zu großen Teilen in wenigen Jahren vernichtet sein. Durch diese Zerstörung, wird zudem vielen Tierarten ihr Lebensraum geraubt und sie kommen durch Unfälle, Vertreibung und Verletzungen ums Leben. Davon sind insbesondere bedrohte Tierarten wie der Orang-Utan betroffen – die Palmölindustrie geht vor Ort skrupellos und ohne Rücksicht mit der heimischen Tierwelt um.

 

 

Weniger bekannt, aber genau so schädlich - auch diese Inhaltsstoffe zerstören die Umwelt

 

Bleichmittel – Giftige Gewässerkiller

Bleichmittel werden in Putz- und Kosmetikartikeln eingesetzt, um entweder die Farbe des Produktes an sich zu beeinflussen oder um bei der Anwendung ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Bleichmittel wird beispielsweise in Waschmitteln für weiße Wäsche eingesetzt.

Das Problem dabei? Der Grundstoff vieler Bleichmittel ist Natriumperborat. Obwohl Abwässer in Kläranlagen aufbereitet werden, können später giftige Borsalze entstehen und im Wasser verbleiben. Sie beeinträchtigen Flora und Fauna in Gewässern nachhaltig.

 

Hormonell-wirksame Stoffe – Hormone für die Umwelt

In alltäglicher Kosmetik wie Sonnenschutz und Zahnpasta stecken nicht selten hormonell-wirksame Stoffe. Diese Stoffe ähneln in ihrer Bauweise so sehr körpereigenen Hormonen, dass sie auch wie Hormone wirken und die natürliche Hormonwirkung beeinflussen können. Diese hormonell-wirksamen Inhaltsstoffe stehen daher in der Kritik. Gelangen die Stoffe aus Kosmetika zum Beispiel durch das Abwasser in die Natur, wirken sie auch in Gewässern und anderen Ökosystemen wie Hormone und können so Ökosysteme und natürliche Hormonkreisläufe von Fischen und anderen Tieren stören.

 

Paraffine – Tödliche Vogelnahrung

Paraffin ist ein wachsartiges Nebenprodukt der Erdölindustrie und aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften in Schuhcreme, Kerzen und auch in der Kosmetikherstellung im Einsatz. Es ist ein heller Grundstoff vieler Cremes und Salben.

Je nach Temperatur und Verarbeitung verändert sich die Konsistenz des Stoffes. In kaltem Wasser erhärtet das Wachs. Gelangt der Stoff nun also durch den Gebrauch paraffinhaltiger Kosmetikprodukte oder bereits durch den Seetransport des Grundstoffs ins Meerwasser können hier regelrechte Paraffinklumpen entstehen. Diese werden aktuell häufig an Küsten angeschwemmt. Das Problem? Wasservögel verwechseln die Paraffinklumpen mit Nahrung und sterben an den Folgen des Wachskonsums.

 

Polyethylenglykole (PEG) – Ewige Umweltbelastung

PEG steht für eine Reihe verschiedener, synthetischer Stoffe, die aufgrund ihrer praktischen Eigenschaften vor allem als Hilfsstoffe in der Kosmetikindustrie eingesetzt werden, um beispielsweise die gewünschte Konsistenz eines Produktes zu erzielen.

Diese chemischen Inhaltsstoffe werden extra so hergestellt, dass sie in den Produkten lange haltbar und stabil sind. Was für den Verbraucher vielleicht noch praktisch ist, kann für die Umwelt verheerenden Folgen haben. Denn auch in der Umwelt sind PEGs haltbar und daher von Mikroorganismen nur schwer abbaubar.

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