Mikroplastik in Kosmetik

Veröffentlicht von "puremetics" Redaktion am

 

 Mikroplastik

Schminken ohne schlechtes Gewissen: Plastikfreie Kosmetik

Mehr als eine halbe Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich im Meer. Dazu gehört leider nicht nur der enorme Verpackungsmüll an Flaschen, Einwegprodukten, Tiegeln und Tuben, sondern auch die winzigen, kaum sichtbaren Plastikpartikel – das sogenannte Mikroplastik.

Dieses entsteht z.B. durch Reifen- und Schuhsohlenabrieb, Fischernetze und Kleidung. Aber auch die Kosmetikbranche trägt wesentlich dazu bei, indem sich Mikroplastik in vielen Duschgels, Sonnencremes, Peelings und Lippenstiften versteckt.

 

Hier erfährst du, wieso und in welchen Kosmetikprodukten Mikroplastik versteckt ist, und auf welche ökologischen Alternativen du zurückgreifen kannst.

Mikroplastik in Kosmetik, eine Bedrohung für die Umwelt

Es ist erstaunlich, in welchen Erscheinungsformen Plastik in unsere Badezimmer gelangt. Sogar Körperpflegeprodukte enthalten winzige Partikel, die z.B. als Schleifmittel dienen oder die Konsistenz der Kosmetik verbessern sollen. Dir sind sicherlich bereits die kleinen blauen Pünktchen im Körperpeeling-Gel aufgefallen, die für den Abrieb der abgestorbenen Hautschüppchen sorgen sollen, oder?

Nach der Dusche gelangen diese Teilchen über den Abfluss in die Flüsse und Meere, da sie meistens zu klein sind, um durch Kläranlagen gefiltert zu werden.

Dort werden sie von Fischen, Schildkröten und anderen Lebensmitteln mit Nahrung verwechselt und aufgenommen. Die Tiere verenden im schlimmsten Fall qualvoll daran.

Erschwerend hinzukommt, dass Mikroplastik wie ein Magnet auf Giftstoffe wirkt und sich diese daran festlagern. Wird das Mikroplastik dann von Meeresorganismen aufgenommen, die anschließend gegessen werden, so gelangen diese Giftstoffe direkt in unsere Nahrungskette. Außerdem landen sie in unserem Trinkwasser und in vielen weiteren Nahrungsmitteln. Durch Mikroplastik entstehen also nicht nur verheerende Umweltschäden, sondern auch gesundheitliche Risiken für Tiere und Menschen.

Und genau deshalb lohnt es sich, beim Kauf von Kosmetik einmal genauer hinzusehen.
Denn seien wir einmal ehrlich, Plastik in Kosmetik braucht doch wirklich niemand, oder?

Diese Produkte enthalten oft Mikroplastik

Mikroplastik befindet sich in vielen Duschgels, Reinigungsemulsionen, Zahnpasta und Körperpeelings, aber auch in Sonnencremes, Make-Up, Lidschatten und Lippenstiften. Es ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, welche Produkte die ungewünschten Substanzen erhalten. Hersteller sind aber verpflichtet, die Inhaltsstoffe auf der sogenannten INCI-Liste auf der Verpackung anzugeben.
Mikroplastik verbirgt sich hinter folgenden Bezeichnungen: 

-Acrylate Copolymer (AC)
-Acrylate Crosspolymer (ACS)
-Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)
-Polyacrylate (PA)
-Polymethylmethacrylate (PMMA)
-Polyethylene (PE)
-Polyethylenterephthalate (PET)
-Polypropylene (PP)
-Polystyrene (PS)
-Polyurethane (PUR)

Durch dein Kaufverhalten kannst du ganz einfach Einfluss auf den Schutz der Umwelt nehmen.

Aber leider gibt es aktuell noch kein Label, an dem du Kosmetik ohne Mikroplastik erkennen kannst.

Zugegeben, es ist leider ziemlich mühsam, sich das Kleingedruckte auf jeder Verpackung durchzulesen. Die Smartphone App "Codecheck" (mehr dazu findet ihr hier) kann dich jedoch dabei unterstützen, Produkte mit Mikroplastik zu identifizieren. Sie schlägt dir sogar Alternativen vor. Informationen findest du auch im Netz zum Beispiel bei Greenpeace, wwf oder NABU.

Doppelt Plastik sparst du übrigens, wenn du nicht nur Produkte ohne Mikroplastik, sondern direkt auch plastikfrei verpackte Produkte kaufst.

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