5 Tipps und Tricks für deine Umgewöhnung auf Haarseife

Veröffentlicht von Chris Cosma am

Du hast dich intensiv mit den unverständlichen Inhaltsstoffen in deinen Pflegeprodukten auseinandergesetzt und mit Erschrecken festgestellt, dass sich in deinem Shampoo neben Mikroplastik auch allergie- und krebserregende Stoffe befinden. Von chemischen Tensiden, Silikonen und unnötigem Verpackungsmüll hast du endgültig genug und voll motiviert beschließt du etwas zu ändern. So findest du den Weg zu einem natürlichen festen Shampoo oder einer Haarseife.

Doch leider folgt auf deine Motivation eventuell nicht sofort die glänzende Traummähne mit WOW-Effekt, sondern eine fettig oder strähnig wirkende Ernüchterung?


Dann haben wir jetzt 5 Tipps und Tricks für dich, die dir die Umgewöhnung auf eine Haarseife erleichtern und den Startschuss für deine Green-Lovestory geben.

Denn eins steht fest: am Ende wird es sich lohnen, versprochen!

 

1. Das richtige Know-How

Wenn du bisher ein konventionelles Shampoo benutzt hast, dann hast du dein Haar jahrelang mit Silikonen belastet.
Diese erwecken zwar den äußeren Anschein dein Haar zu pflegen, spielen dir das tolle und glänzende Gefühl aber nur vor. In Wirklichkeit legen sie sich wie eine undurchlässige Schicht um dein Haar. Sie lassen sich durch Shampoo meist nicht entfernen, verkleben deine Haare und deine Kopfhaut und hindern diese so am Atmen. Durch aggressive Tenside, wie z.B. SLS werden Haar und Kopfhaut nur noch weiter angegriffen und gereizt.

Steigst du jetzt auf eine natürliche Haarseife um, wird diese Schicht nach und nach abgetragen und Haar und Kopfhaut bekommen wieder Luft zum Atmen.  Allerdings werden auch die bisherigen Haar- und Kopfhautschäden sichtbar. Außerdem fettet deine Kopfhaut vermehrt nach, da die fehlende künstliche Schicht erst einmal wieder durch die körpereigene Schutzschicht ersetzt werden muss.  Aus diesem Grund ist es normal, dass deine Haare zunächst einmal etwas glanzloser, stumpfer oder fettiger als gewöhnlich sein können.


Jetzt, wo du weißt woran es liegt und dass es sich um einen wichtigen Prozess handelt, ist es doch schon viel leichter zu akzeptieren oder?

 

2. Auch auf die Gefahr hin, dass wir jetzt wie deine Mutter klingen: Hab Geduld!

Dein Haar benötigt für eine Umstellung auf Haarseife bzw. allgemein auf Naturkosmetik leider noch mal etwas länger Zeit als der Rest deiner Haut.  Dein Schopf benötigt ein paar Monate um sich von den Strapazen durch Silikone, Tenside und Co. zu erholen. Gedankt wird es dir am Ende mit sehr langsam fettendem, gesundem, kräftigem, glanzvollem Haar und genährter Kopfhaut. Je nach Haarlänge wird dein Ansatz in einigen Jahren zu deinen Spitzen geworden sein. Stell dir vor, deine Haare sind in ihrer gesamten Länge unbelastet und dafür tiefengepflegt kräftig. Das wird wahnsinnig gut aussehen.

 

3. Timing ist alles

Vor allem im Frühling und Sommer willst du am liebsten jede freie Minute in der Sonne und unter Menschen verbringen? Das kennen wir selbst zu gut. Strähnige, stumpfe Haare sind hier natürlich ganz besonders unerwünscht. Deshalb kann eine Umstellung im Winter unter Umständen etwas leichter sein, da man tendenziell sowieso lieber Zeit Zuhause auf dem gemütlichen Sofa verbringt. Sollte es doch mal rausgehen, kannst du deine Haare einfach unter einer Mütze verstecken.

Wenn du schon jetzt loslegen willst, kannst du natürlich genauso gut einen Sonnenhut oder ein Haarband zur Hand nehmen.

 

4. Bürsten ist das A und O

Regelmäßiges Bürsten kann dir dabei helfen die Talgproduktion deiner Kopfhaut langfristig zu regulieren und die übrig gebliebene Silikonschicht von Kopfhaut und Haaren zu entfernen. Da dein Haar selbst kein Fett produzieren kann, ist es außerdem sinnvoll, das Fett vom Ansatz für einen zusätzlichen Pflegeeffekt in die Spitzen zu bürsten. So hilfst du deinem Haar beim Aufbau der eigenen Schutzschicht.

Vor allem bei langem, dickem oder lockigem Haar solltest du deine Haare schon vor dem Waschen einmal gründlich entwirren und durchbürsten. So lässt sich die Haarseife besser verteilen und die Haare sich nach dem Waschen besser kämmen.

 

5. Sauer macht nicht nur lustig, sondern auch schön!

Je nachdem wie hart dein Wasser ist, kann es schwierig sein Haarseife vollständig auszuwaschen. 

Eine saure Rinse hilft dir beim Entfernen von Seifenrückständen und wirkt gleichzeitig wie ein Leave-in-Conditioner. So wird dein Haar nicht nur sauber, sondern auch glänzend und leicht kämmbar.
Wie du saure Rinse ganz einfach und preiswert selbst herstellen kannst erfährst du hier.

 

Allgemein lässt sich die Umgewöhnung mit Jemandem vergleichen, der mit dem Rauchen aufhört. Auch hier ist die Umstellung hart und braucht ihre Zeit, aber es lohnt sich! Und es würde schließlich auch Niemand einem Raucher raten wieder zu rauchen, weil die erste Woche ohne Zigaretten so ungewohnt war und der Körper mit Entzugserscheinungen reagiert hat oder?

Du siehst also, dran bleiben lohnt sich!

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